gut, heute scheint die sonne -zumindest hier in dresden - nicht, doch hat sie schon die letzte woche gezeigt, was möglich ist. und das wohl nicht nur in dresden. daher habe ich ein neues kleines set gebastelt, um die sonne und den kommenden sommer gebührend zu empfangen. da es zwischendurch ja immer mal wieder regnen kann, ist auch ein "holprer" eingebaut. ha.
so, seit dienstag bin ich nun wieder in dresden, habe meinen stundenplan komplettiert, mich um alles mögliche gekümmert und auch ein wenig die sonne genießen können.
bremen fand ich mal wieder gut - mit bleibendem bitterem beigeschmack, der wohl bleiben wird. ein dank an jan, der mich untergebracht hat bis ich mich bei meiner lieblingsfamilie einquartierte, der natürlich ebenfalls ein dickes dankeschön gebührt.
eigentlich kann ich gerade nichts neues berichten - doch werde ich mich bemühen, hier mal am ball zu bleiben. auf frobs geburtstagsfeier habe ich zufällig gaudus getroffen, der ich schon erklärt habe, das ich hier gerade so wortkarg agiere, da es mir im grunde gut geht - und schreiben kann ich besser, wenn dem nicht so ist. also ist es irgendwie auch schön, nicht so viel zu schreiben.
nun wohne ich seit knappen 6 monaten in dresden - im übrigen eine unglaublich lange zeit, die subjektiv rasant vorbei ging - und bin das zweite mal seit dem in meinem alten barrio unterwegs. das letzte mal war ich zur weihnachtszeit, wie hier auch nachzulesen ist, in bremen - und fühlte mich weder in dresden noch hier "zu hause", ein merkwürdiges gefühl der absoluten anschlußlosigkeit. halt alles semi.
diesmal ist es anders, ich fühle mich hier wohl, treffe mehr menschen die ich vermisste - und gleichzeitig freue ich mich auch auf dresden, obschon ich dort noch nicht so viele menschen habe - doch ist die tendenz steigend. was mich, als jemanden, der nicht unbedingt der sozialisationstyp #1 ist, wirklich stark erfreut. zudem freue ich mich auch auf das nächste semester, das mir ein wenig mehr freiheiten in der wahl der veranstaltungen lässt als das erste. und ich habe mich auch schon ein wenig in das system "studium" eingewöhnt und mein erstes prakitkum hinter mich gebracht, das meine sorge, eventuell doch nicht für's lehrerdasein gemacht worden zu sein, wegfegte. schönes gefühl, hoffentlich kein trügerisches.
ok, lange absenz ist zu verzeichnen. was sollte ich auch schreiben? im groben war wirklich alles gesagt, was gesagt werden konnte. studienbeginn in dresden bedeutet zwangsläufig umzug nach dresden. noch zwangsläufiger den abzug aus bremen, der stadt, die ich immerhin für 8 jahre meine heimat nennen konnte. und für weitere gefühlte 18 die stadt, die der erreichbaren großstadt entsprach. bremen: wunderschön zeigte es sich in den letzten monaten meines bremer-seins, da waren viele leute die ich kennenlernte, unter anderem auch ein mädchen, das mir das gefühl des verliebtseins endlich einmal wieder näherbrachte. nach dem abitur kam erstmal ein recht ... wie soll ich's massenkompatibel ausdrücken ... exzessiver abschnitt: wenig zu tun ergo viel freizeit ergo viel feiern. war schön, kann ich nur sagen. die wohnsituation in bremen war zuletzt irgendwo zwischen obdachlos und wohnkaserne, etwas, was ich nicht unbedingt wiederholen muss. doch immerhin eine erfahrung reicher - check. der umzug nach dresden gestaltete sich komplizierter - da teurer - als gedacht, die ersten 4 wochen verbrachte ich somit in meinem neuen wg-zimmer mit einer matratze und 3 umzugkartons, von denen leider einer mit küchenutensilien gefüllt war. doch ist meine wg ein glücksgriff, wenn ich das mal so salopp sagen darf: gute lage (neustadt, wo sonst?!) und nette mitbewohner. abgesehen davon wunderschön hohe decken, unter mir wohnt niemand und über uns ist ein büro, entspricht also auch niemandem. nebenan: ebenfalls büro. und seit neuestem ist dort auch ein rewe, der mich arm und fett macht - aber auch meiner ökonomischen lifestyle zugute kommt. nun habe ich aber vorgegriffen: das ausziehen/wegziehen von bremen geschah praktisch über nacht, ich habe irgendwie nicht "tschüss" gesagt. jedenfalls nicht richtig. in dresden habe ich die einführungswoche an der uni verpasst - somit auch die erste chance, komillitonen kennenzulernen, schade eigentlich. doch zögerlich kommt auch dies nach und nach. also stecke ich momentan eigentlich noch irgendwo zwischen moin und tschüss, obwohl ich immerhin schon 3 monate hier bin. merkwürdig. über weihnachten war ich nochmal in der hansestadt, was spaß gemacht hat - doch auch ernüchternd war. entfernung macht irgendwie aufmerksam. sieht man etwas tag für tag, so fällt einem das wachsen dessen nicht auf - doch schau mal nur ein paar tage woanders hin ...
nun wieder in dresden, eigentlich viel zu viel zu tun, eigentlich keine ahnung wie ich mich motivieren kann, eigentlich irgendwie unschlüssig. doch ist das studium die richtige entscheidung, soviel steht fest.
und nun? für alle zwangsoptimisten und "glas halbvoll"-jungs: der erste ist der schwerste, frohes neues, auf uns. ich bin fest entschlossen mich im neuen jahr zu ändern/ ich will mich vorbildlich benehmen in aller herren ländern/ ich darf erst nach getaner pflicht auf alltag schalten/ die kugel ruhiger schieben und den ball flach halten.